Der praktische Geist ist der wirkliche Geist: Zu Hegels Antirepräsentationalismus

Hegel-Jahrbuch 11 (1):310-315 (2018)
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Abstract
Hegel weist das Weltbild zurück, nach dem das erkennende Subjekt ein Ding unter den Dingen ist, das alle Dinge – dabei also auch sich selbst – kausal widerspiegelt, und schlägt stattdessen ein neues Paradigma vor, in dem das erkennende Subjekt als die Einheit der Erkenntnistätigkeit (des „Subjekts“ vom alten Paradigma) und des durch sie Erkannten (des „Objekts“) aufgefasst wird. Für diese neue Auffassung gehört das Objekt nicht zum Anderen der erkennenden Subjektivität, die es daher als ein Fremdes widerspiegelt; Objekt und Subjekt sind vielmehr strukturelle und strukturierende Momente des Erkennens bzw. des Denkens selbst, welches nun als der „Raum“ verstanden wird, in dem Objekt und Subjekt, Welt und Geist vorkommen. Das Ziel des vorliegenden Beitrags besteht darin, Hegels Ansatz gegen die repräsentationalistische Auffassung der Erkenntnis zu analysieren und in diesem Kontext den Sinn hervorzuheben, den seine These über die praktischen Tätigkeit als Wesen und Wahrheit der kognitiven Tätigkeit hat.
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