Der teleologische Gottesbeweis bei Kant und Hegel

In Violetta Waibel, Margit Ruffing & David Wagner (eds.), Natur und Freiheit: Akten des XII. Internationalen Kant-Kongresses. Berlin, Boston: De Gruyter. pp. 3411–3418 (2018)
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Abstract
Die zweckmäßige Einheit der Dinge, nach der die Ordnung in der Welt so angesehen wird, als ob sie aus der Absicht eines vernünftigen Höchstwesens entstanden wäre, ist für Kant nur die höchste formale Einheit unseres Erkenntnisvermögens. Die Voraussetzung einer Intelligenz als der Ursache des Weltganzen ist aber nur ein heuristisches Prinzip, den besonderen Gesetzen der Natur nachzuforschen. Im Element des Subjekt-Objekt-Unterschieds ist die für Hegel implizite Unendlichkeit der Zweckmäßigkeit nicht begreifbar. Nur im logischen Raum der Vernünftigkeit als Identität der Bestimmtheit und des Seins kann die wahrhafte Bestimmung der Teleologie zum Ausdruck kommen. Diese Bestimmung ist, dass die Welt als ein systematisches Ganzes gemäß der Analogie der Lebewesen nicht mehr in der Weise der unreflektierten Selbständigkeit ihrer verschiedenen Komponenten vorgestellt wird, sondern dass der rein ideelle Charakter dieser Komponenten erst im logischen Raum des Begreifens zum Vorschein kommt.
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