Plurale Wissensgrenzen: Das Beispiel des Naturbegriffes

In J. Mittelstraß (ed.), Die Zukunft des Wissens. XVIII. Deutscher Kongress für Philosophie. Universitätsverlag Konstanz (2000)
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Abstract
In diesem Vortrag möchte ich die plurale Anwendbarkeit von Naturbegriffen exemplarisch nur an einem Ausschnitt des naturphilosophischen Diskurses, an der speziellen Klasse der antithetischen Bestimmungen erörtern: Die aristotelische Entgegensetzung von Natur und Technik, die cartesische von Natur und Denken und die rousseausche von Natur und Gesellschaft. Bei ihrer Rekonstruktion suche ich, Erfahrungen herauszuarbeiten, auf die sich die extensionalen Festlegungen jeweils stützen, um in erster Näherung drei "bevorzugte Verwendungskontexte" abzugrenzen. Die Definition dieser Kontexte nehme ich mir anschließend unabhängig von den Naturbegriffen vor. Im Resultat findet vorzugsweise die aristotelische Naturdefinition in einem lebensweltlichen Kontext, die cartesische in einem subjektiven und die rousseausche in einem öffentlichen Kontext Verwendung. Bei diesen Kontexten handelt es sich um Erfahrungsbereiche, die für das Verhältnis des Menschen zur Natur von grundlegender Bedeutung sind. Die Möglichkeit, traditionelle Naturbegriffe in ihnen anwenden zu können, läßt umgekehrt darauf schließen, daß in diesen Begriffen heute noch elementare Erfahrungen zum Ausdruck kommen.
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