Corporeal Substances and True Unities

Studia Leibnitiana 27 (2):157 (1995)
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Abstract
In seiner Korrespondenz mit Arnauld behauptet Leibniz, daß jede körperliche Substanz eine substantielle Form hat. Zur Erhärtung dieser These vertritt er die Ansicht, daß eine körperliche Substanz, um wirklich zu sein, eins und unteilbar sein muß, also eine echte Einheit. Ich werde zeigen, daß diese Behauptung die verführerische Deutung der körperlichen Substanzen als zusammengesetzte Einheiten ausschließt. Vielmehr führt sie zu der Interpretation, daß jede körperliche Substanz eine einzelne Monade ist. Die Argumentation lautet dann kurz: Alles Teilbare besteht aus Teilen, also ist es keine Einheit, also ist es nicht wirklich. Körperliche Substanzen sind wirklich. Also sind körperliche Substanzen nicht teilbar. Alles Materielle ist teilbar. Also sind körperliche Substanzen nicht materiell. Sodann behaupte ich, daß die Belege aus den Texten, wonach körperliche Substanzen aus Teilen bestehen, unter Berücksichtigung verschiedener spezieller Bedeutungen des Wortes Teil, die Leibniz nutzt, verstanden werden müssen. Schließlich rege ich die Deutung an, daß Leibniz, wenn er sagt, Materie sei ein Phänomen, meint, daß sie fälschlicher-, aber nützlicherweise für real gehalten wird. Aus dieser Interpretation ergibt sich ein aristotelischer Begriff der körperlichen Substanz.
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