Mentale Gehalte und erweiterter Geist: Warum das Argument der Nichtabgeleitetheit scheitert

In Jan G. Michel, Kim J. Boström & Michael Pohl (eds.), Ist der Geist im Kopf?: Beiträge zur These des erweiterten Geistes. mentis. pp. 133-160 (2016)
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Abstract
Der These des erweiterten Geistes zufolge befinden sich manche mentalen Repräsentationen außerhalb der körperlichen Grenzen der Wesen, zu denen sie gehören. Einer der stärksten Einwände gegen diese These stellt das Argument der Nichtabgeleitetheit von Frederick Adams, Ken Aizawa und Jerry Fodor dar. Dieses Argument setzt voraus, dass genuine mentale Repräsentationen nichtabgeleitete Gehalte haben – ihre semantischen Eigenschaften sind also nicht durch Absichten, Wünsche oder Konventionen konstituiert. Repräsentationen mit nichtabgeleitetem Gehalt finden sich jedoch, so das Argument weiter, nur innerhalb der körperlichen Grenzen mentaler Wesen. Ich werde dafür argumentieren, dass das Argument der Nichtabgeleitetheit scheitert, da es insbesondere bei Tieren externe Repräsentationen gibt, deren Gehalt nichtabgeleitet ist. Dies folgt jedenfalls aus der aussichtsreichsten Theorie nichtabgeleiteter Repräsentationen, der Teleosemantik, und es gibt gute Gründe anzunehmen, dass auch andere naturalistische Gehaltstheorien dieselbe Implikation haben.
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