Anerkennung und moralische Verpflichtung

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Abstract
Im Ausgang von den Differenzierungen, die bereits der junge Hegel an dem Begriff der Anerkennung vorgenommen hat, unternehme ich in diesem Aufsatz den Versuch, die Skizze eines moralphilosophischen Programms in ersten Zügen zu umreißen. Dabei soll in einem ersten, gewissermaßen negativen Schritt der Zusammenhang von Moral und Anerkennung dadurch vorgeführt werden, daß als der Kern moralischer Verletzungen die Erfahrung analysiert wird, in bestimmten Aspekten der eigenen Selbstbeziehung nicht anerkannt oder respektiert zu werden. Im Ausgang von dieser Beobachtung führt dann der Vorschlag, drei Aspekte der individuellen Selbstbeziehung zu unterscheiden, zu einer Typologie von moralischen Verletzungen. Aus diesen Überlegungen gewinne ich die These, daß die Moral den Innenbegriff all der Einstellungen darstellt, die wir wechselseitig einzunehmen verpflichtet sind, um gemeinsam die Bedingungen unserer persönlichen Identität zu sichern. Am Ende führt dieses ethische Verständnis von Moral als differenziertes Verhältnis von Anerkennungsverpflichtungen zu einer Neuinterpretation der moralphilosophischen Tradition, derzufolge in den drei großen Begriffen der Fürsorge, der Gerechtigkeit und der Solidarität jeweils eine der Einstellungen artikuliert worden ist, die den drei Anerkennungsformen entsprechen, mit denen wir zusammengenommen unsere persönliche Integrität als menschliche Wesen schützen
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