Hermann Lotzes philosophische Synthese

In Hermann Lotze, Mikrokosmos, 3. Bände. Hamburg, Germany: Felix Meiner Verlag. pp. xi-lxvii, 1. Band (2017)
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Abstract
Hermanns Lotze (1817–1881) hat nachweislich einige der bedeutendsten Philosophen des fin de siècle beeinflusst: (i) die britischen „Neo-Hegelianer“; (ii) Husserls Phänomenologie; (iii) Diltheys Philosophie des Lebens; (iv) die Neukantianer; (v) die frühere analytische Philosophie. Das angegebene Ziel seines dreibändigen Mikrokosmos (1856–1864) war „die Reflexion über den Sinn unseres menschlichen Daseins“. Die Aktualität dieser Aufgabe war eine Folge der wissenschaftlichen und industriellen Revolution Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie veränderte die Art, wie sich die Menschen das Universum vorstellten. Lotze sah Gefahr in den zahlreichen Versuchen seitens einiger philosophisch interessierter Wissenschaftler in Deutschland, zu beweisen, dass das menschliche Sein nur mechanisch und materialistisch zu verstehen ist. Er machte es sich zur Aufgabe, den Menschen das Gefühl von Heimat in dieser stark veränderten Welt zurückzugeben. Dies erklärt auch, wieso Lotze seine Untersuchung in „völlig populärer Form“ darstellte. Lotzes Mikrokosmos war jedoch nicht nur ein Werk der populären Philosophie. Sie fußt auf fundierten theoretischen Überlegungen. Man kann Lotzes Werk als einen gewagten Versuch betrachten, die sich abzeichnende Spaltung zwischen akademischer und populärer Philosophie zu überwinden.
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