Freiheit Als Kritik: Sozialphilosophie Nach Foucault - Inhalt und Einleitung

Bielefeld: Transcript Verlag (2018)
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Abstract
In der sozialphilosophischen Debatte um Freiheit bei Foucault wird das ‚Freiheitsproblem‘ verhandelt: Wie können Freiheit und Widerstand innerhalb von Foucaults Theorie der Macht und Subjektivierung konzipiert werden? Die Arbeit unterscheidet systematisch vier verschiedene Interpretationsstrategien von Foucaults Werk, die es als kohärente sozialphilosophische Theorie konstruieren und dabei das Freiheitsproblem lösen sollen; sie rekonstruiert die Arbeiten von exemplarischen Vertreter_innen dieser Strategien: 1. Foucault ist kohärent (Paul Patton), 2. Foucault korrigiert sich (Thomas Lemke), 3. Foucault kritisiert kohärent (Martin Saar), 4. Foucault ist nicht genug (Amy Allen). Das erste Ziel der Arbeit ist, die Debatte und die in ihr verhandelten Probleme und Begriffe durch die systematische Rekonstruktion zu differenzieren und klarer zu fassen. Dafür werden einige neue systematische Unterscheidungen entwickelt: u.a. das Freiheitsproblem der Machtdetermination im Gegensatz zum Freiheitproblem der Subjektivierung, Freiheit als Anders-handeln-Können im Gegensatz zu Freiheit als Kritik, verschiedene Modalitäten dieser Freiheitsbegriffe und eine Foucault-Lesart der Regierungstranszendenz im Gegensatz zu einer Lesart der radikalen Immanenz. Das zweite Ziel der Arbeit ist die Entwicklung einer neuen These zur Freiheit im Rahmen einer Subjektivierungstheorie durch die interne Kritik der vier Interpretationsstrategien auf Grundlage der dort entwickelten Differenzierungen. Freiheit als die Fähigkeit zur reflexiven Kritik der eigenen Subjektivierung ‒ kurz: Freiheit als Kritik ‒ kann verstanden werden als das Resultat von freiheitlicher Subjektivierung, deren gesellschaftlicher Ort politische Institutionen sind, die im Rahmen einer postfundamentalen, pluralen und liberalen politischen Theorie bestimmt werden können. Drittens verfolgt die Arbeit das Ziel, durch den Begriff der Freiheit als Kritik die allgemeine sozialphilosophische Debatte um Freiheitsbegriffe zu erweitern und ihn als einen Kandidaten neben der negativen, reflexiven und sozialen Freiheit zu präsentieren, der einerseits plausible Einsichten dieser drei Ansätze aufnimmt und andererseits ihre blinden Flecken korrigiert.
ISBN(s)
9783839443170
PhilPapers/Archive ID
SCHFAK-2
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