Der Traum vom neuen Ich. Konzepte dynamischer Identität nach Charles Taylor

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Abstract
In seinem Buch ‚Die Quellen des Selbst’ (1989 / 1996) unternahm Charles Taylor den Versuch, die Geschichte der personalen Identität oder des Selbst in der abendländischen Kultur als das Wechselspiel von Individuum und Gesellschaft auf der Grundlage des jeweils allgemein vorgegebenen moralischen Verhältnisses eines Individuums zum Ganzen darzustellen. Das sog. Selbst ist nach Taylor also im Kern ein moralisch verfasstes Selbst im Sinne eines Menschen, der von sich selbst aufrichtig in seiner jeweiligen Epoche sagen kann: Ich bin ein guter Mensch. Taylors Werk endet freilich in Ratlosigkeit. Er weiß nicht, auf welcher verbindlichen Grundlage der heutige, westlich sozialisierte (und zumindest in Europa mehrheitlich säkular orientierte) Mensch von sich noch sagen könnte, er sei ein guter Mensch oder führe ein gutes Leben. Der vorliegende Aufsatz versucht diese Frage zu beantworten, indem er einige Bedingungen der Möglichkeit moralisch fundierter personaler Identität erkundet, die auch und gerade unter heutigen Bedingungen noch erfüllbar sein könnten. Der Aufsatz wird zunächst den Begriff des Guten bei Taylor genauer zu entschlüsseln versuchen, um dann, auch unter Einbeziehung einiger soziologischer Kategorien, das Rahmenwerk einer sog. ‚dynamischen Identität’ zu skizzieren.
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.Garrett, Don (ed.)
Grundlegung zur Metaphysik der Sitten.Kant, Immanuel & Vorländer, Karl

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2015-02-04

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