Grundlagen und Voraussetzungen der Leib-Seele- / Körper-Geist-Dichotomie in der gegenwärtigen Philosophie des Geistes

In Christoph Asmuth (ed.), Leiblichkeit - Interpersonalität - Anerkennung. Transzendentalphilosophie und Person. Transcript. pp. 23--40 (2007)
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Abstract
Seit geraumer Zeit ist wieder einmal die Rede vom Ende der Philosophie als einer eigenständigen Disziplin zu vernehmen. Neurophilosophen streben eine Erklärung grundlegender philosophischer Fragen mit Hilfe neurowissenschaftlicher Forschungsergebnisse an, da nach dem Erreichen des Jahrzehnts des Gehirns einer empirisch fundierten Erklärung des Bewusstseins in allen seinen Gestalten nichts mehr im Wege stünde. In Bezug auf Descartes sieht man sich als Postcartesianer jetzt in der Rolle, das sog. Leib-Seele-Problem durch eine naturalistische Reduktion auf neurobiologische Gegebenheiten zu lösen. Ich habe mir die Aufgabe gestellt, diesen Erklärungsanspruch aus einer transzendentalphilosophischen Perspektive zu prüfen. Allerdings nicht, wie es beispielsweise Gerhard Roth erwartet, durch eine dreijährige Einarbeitung in die Neurobiologie, sondern auf wissenschaftstheoretischer bzw. konzeptueller Ebene. Dabei geht es um eine Überprüfung der methodischen Brauchbarkeit des postcartesianischen Referenzrahmens für eine philosophische Theorie des Bewusstseins. Die methodenkritische Untersuchung disqualifiziert materialistisch-reduktionistischer bzw. neuro-philosophischer Ansätze führen wird, insofern diese einen philosophischen Erklärungsanspruch des Bewusstseins erheben. Es wird deutlich, dass ein problematisiertes Leib-Seele-Verhältnis nicht zur Erklärung des Bewusstseins geeignet ist.
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