Holistische Stolpersteine in der Bedeutungslehre? Plädoyer gegen Quine und Davidson

Facta Philosophica 4 (2):239-270 (2002)
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Abstract
Wer eine philosophische Bedeutungstheorie aufstellen möchte, sollte u.a. den Begriff der Synonymie (Bedeutungsgleichheit) zu klären versuchen. Ein Hauptproblem für dies bedeutungstheoretische Projekt hängt mit dem Holismus der Quine/Duhem-These zusammen: Dieser holistischen These zufolge findet die Überprüfung unserer Behauptungen über die Welt nicht auf der Ebene des einzelnen Satzes statt, sondern auf der Ebene ganzer Theorien (Abschnitt I). Wenn wir z.B. aus Davidsons Bedeutungskonzeption Aufschlüsse über Synonymie extrahieren wollen, dann stolpern wir über Quines Holismus. Falls Davidsons Theorie gar nicht für Synonymie aufkommen möchte, ist diese Theorie zumindest unvollständig (Abschnitt II). Dies Verdikt trifft natürlich nur zu, wenn es überhaupt möglich ist, im Rahmen von Quines Holismus einen Begriff der Synonymie einzuführen. Dass dies möglich ist, zeige ich (gegen Quine) im Abschnitt III, indem ich verifikationalistische und falsifikationalistische Theoriestücke zu einer neuen empiristischen Bedeutungstheorie ausbaue, in deren Rahmen sinnvoll über Synonymie gesprochen werden kann. Im Abschnitt IV wird dies positive Resultat zur Verteidigung des Begriffs des analytischen Satzes herangezogen.
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