Methode oder Techne? Ethik und Realität in der "Phänomenologischen" Reduktion Max Schelers

In C. Bermes, Wolfhart Henckmann & H. Leonardy (eds.), Denken des Ursprungs - Ursprung des Denkens. K&N. pp. 83-97 (1998)
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Abstract
Wie bekannt hat Scheler den Begriff der "phänomenologischen Reduktion" ausdrücklich von Husserl übernommen1, dennoch behauptet in der letzten Schaffensperiode ebenso deutlich, den Terminus "Phänomenologie" vermeiden zu wollen, und tatsächlich verwendet er entweder den Ausdruck "phänomenologische Reduktion" in Anführungszeichen oder den Begriff "Techne der Reduktion". Die These, die ich zu entwickeln versuchen werde, ist, daß es bei Scheler nicht nur eine einzige Theorie der Reduktion gibt und daß, ebenso wie verschiedene Realitätstheorien zu unterscheiden sind, ebenso viele Versuche zu erkennen sind, die das Thema der Reduktion behandeln. Diese Versuche sind in großen Zügen auf zwei "Varianten" zurückzuführen: Die erste Variante ist jene, die wir alle kennen und die Scheler selbst in seiner mittleren Schaffensperiode als "phänomenologische Reduktion" bezeichnet. Die zweite Variante der Reduktion wird von ihm nicht eindeutig bestimmt, und es ist auch schwierig, dafür eine Bezeichnung zu finden. Auf jeden Fall verbindet sie Scheler mit Begriffen wie Sublimierung, Ekstase, Askese, "moralischer Aufschwung", etc.. Um sie von der ersten Variante zu unterscheiden werde ich sie "kathartische Reduktion" nennen, wobei das Wort "Katharsis" im Sinne von Platon gemeint ist.
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CUSMOT
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