Ambivalenzen und Grenzen des Mitleids bei Jean-Jacques Rousseau

In H. Landweer (ed.), Gefühle – Struktur und Funktion. Akademieverlag (2007)
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Abstract
Obwohl Rousseaus Mitleidsbegriff in heutige Verständnis weisen des Mitleids eingegangen ist spielt er in ihren Thematisierungen nur eine eher untergeordnete Rolle. Rousseaus Beitrag zum modernen Begriffsverständnis steht einerseits im Schatten des Einflusses anderer ethischer Gefühlsauffassungen. Andererseits liegen Ursachen für die periphere Stellung des Begriffes darin, dass er in Rousseaus Werk selbst nur an wenigen Stellen erörtert wird. Meine These ist, dass Rousseaus Begriff eine für die Moderne kennzeichnende ambivalente Struktur aufweist, die aus der Dominanz des Selbstbezuges resultiert. Die Rekonstruktion des Begriffes gliedert sich in drei Teile: Zuerst verorte ich seine Position in Rousseaus Werk und fasse seine Bestimmungen zusammen; dann diskutiere ich seine Ambivalenzen auf der Ebene des individuellen Mitleidserlebens; abschließend nehme ich eine Revision und eine Bewertung des Begriffes vor.
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SCHAUG
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