Werner Heisenbergs Position zu einer hypothetischen Wissenschaftsauffassung in seinen populären Reden und Aufsätzen

In M. Gerhard (ed.), Oldenburger Jahrbuch für Philosophie (2007)
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Abstract
Werner Heisenberg hat einen wichtigen, noch nicht hinreichend untersuchten Beitrag zum Wandel des neuzeitlichen Wissenschaftsverständnisses geleistet. Der Wandel führte von der Charakterisierung des wissenschaftlichen Wissens als sichere Erkenntnis zu seiner - heute weithin anerkannten - Charakterisierung als bloß hypothetische Erkenntnis. Anfänge dieses Wandlungsprozesses lassen sich im 19. Jahrhundert nachweisen (z.B. bei John Hersehel, William Whewell oder Hermann von Helmholtz). Ich möchte am Beispiel von Heisenberg der Frage nachgehen, welchen Einfluss die Begründung der Quantenmechanik, die seine Wissenschaftsauffassung prägte, auf den Prozess der Relativierung von Geltungsansprüchen hatte. Meine Vermutung ist, dass eine entscheidende Rolle hierbei weniger dem Wahrscheinlichkeitsbegriff als vielmehr dem Wahrheits- und Realitätsbegriff zukam. Ich werde als erstes den historischen Prozess der Hypothetisierung von Geltungsansprüchen, zu dem ich Heisenbergs Konzeption ins Verhältnis setzen möchte, charakterisieren. Anschließend rekonstruiere ich Heisenbergs Konzeption, soweit sie sich seinen populären Reden und Aufsätzen entnehmen lässt. Als drittes werde ich ihre Wirkungsgeschichte kurz ansprechen und sie mit Wissenschaftsauffassungen vergleichen, die die Bedeutung des Hypothetischen für die modernen Theorien der Naturwissenschaften betonen. Ihnen gegenüber erweist sich Heisenbergs Beitrag als durchaus eigenständig.
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