Implikationen des Energieprinzips bei Hermann von Helmholtz. Erkenntnistheoretische und naturphilosophische Voraussetzungen.

In Preprints des Max-Planck-Institutes für Wissenschaftsgeschichte Berlin. Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (1999)
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Abstract
Meine Rekonstruktion von HeImholtz' Begründung der Energieerhaltung beabsichtigt, vor allem das Verhältnis von empirischen und nichtempirischen Elementen aufzuklären. Als erstes möchte ich zeigen, worin die nichtempirischen Elemente bestehen und dass Helmholtz bereits in der Einleitung, wo der selbständige Energiebegriff noch nicht entwickelt ist, an entscheidenden Stellen auf die wissenschaftliche Erfahrung Bezug nimmt. Im Gegensatz zur Transzendentalphilosophie macht Helmholtz die Geltungsbedingungen seines Mechanismus von zukünftigen empirischen Ergebnissen der Wissenschaft abhängig. Er gibt seinem Mechanismus in diesem Zusammenhang eine hypothetische Geltung, an deren bloß vorübergehenden Charakter er aber bemerkenswerterweise keinen Zweifel hegt. (1.) Im zweiten Teil gehe ich der Frage nach, in welchem Maß die mit großer Siegesgewissheit vorgetragene mechanistische Begründung in die Formulierungen des Erhaltungssatzes Eingang findet. Helmholtz verwendet mehrere Energiebegriffe. Haben diese insgesamt oder nur teilweise einen von speziellen naturphilosophischen Annahmen unabhängigen Status? Auf welche Teile der Schrift hätte sich ein Wissenschaftler im vergangenen Jahrhundert stützen können, weIcher von der Energieerhaltung, nicht aber von Helrnholtz' Mechanismus überzeugt gewesen wäre? (2.)
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